Altenburg
Das „Óvár” Erdschanzensystem mit ovalem Grundniss wurde am Ende der Bronzezeit gebaut. Es ist die am besten erhalten gebliebene Erdburg am Balaton. Sie diente in den kriegerischen Zeiten für die Völker der Gegend als Zufluchtsort und es war gleichzeitig Fürstenresidenz.
Hügelgräber
Am Südhang der Erdburg liegen die Hügelgräber der ehemaligen Fürsten der Erdburg, in denen mehr als 1000 Kubikmeter Kalksteiner zusammengetragen wurden und das ganze wurde dann mit Erde bedeckt. Die Hügelgräber wurden am Anfang der 1970-er Jahren erschlossen und Scherbenhaufen von Tongeschirren, bronze Schmuckstücke und verkohlte Weizerkörner kamen zum Vorschein.
Einsiedlersiedlung (Mönchszellen)
Zwischen dem 11.-14. Jahrhundert wurden am Osthang der Erdburg von den Mönchen des griechischortodoxen Ordens Zellen gehauen. Zur Zellengruppe gehören eine Kapelle, ain Essraum, de nach dem östlichen „Laura” – muster ausgestaltet wurden. Sie sind im Karpatenbecken, sogar in Mitteleuropa die einzigen am besten erhalten gebliebenen Einsiedlerhöhlen. Nicht weit von den Zellen befindet sich die einzigene Quelle von Tihany. Sie heiss früher Orosz kút, heute ist ihr Name Ciprian Quelle.
Kreuzweg
In einigen Jahren vom 1926 wurde der schönste Kreuzweg des Landes im 20. Jahrhundert aus Spenden gebaut. Er stellte die Leiden und den Leidensgang von Christus dar, und er wurde durch Bronzereliefs geschmückt. Die „Stationen” wurden uin Namen der Komitate „von geschichtlichen Ungrans” und der freiköniglichen Städten aufgestellt. An der Spitze wurde der Steinkreuz von Christus aufgebaut. Im Hintergrund befanden sich die aus geysirischen Kalksteinblöcken gebauten „Dreihügel”, und die Bronzetafel des ungarischen Königs Karl IV. Im Jahre 1960. wurde der Kreuzweg zerstört. Am 28. März 1992 wurde der Grundstein des neuzubauenden Leidenweges gelegt. 1998 haben die Arbeiten begonnen und am 15. October 2000 wurden die bis dann fertiggewordenen neuen Stationssäulen und die temporär aufgestellten drei Holzkreuze übergeben. Die Andreas IV. Leidensweg Stiftung empfängt seit dem gerne Spenden.
Echo
Es liegt östlich vom Kreuzweg. Laut der Aufzeichnnóungen vom Anfang des 19. Jahrhunderts kommen die in Richtung der Kirchmauer gerufenen Wörter zurück. In dem ältesten Balatoner Reisführer war zu lesen, dass die Füreder Gäste nach Tihany fuhren, um Echo zu hören, weil die Kirchenmauer die Wörter schwach aber völlig zu verstehen wiederholen. Viele bedeutende Dichter über das Echo Gedichte geschrieben. Wegen des stärkeren Strassenverkehrs hat sich das Echo seit 1960 geschwächt.
Die Kirche und Ihre Umgebung
Nach der Sitte der christlichen Herrscherfamilien liess König Andreas I. im Jahre 1055 eine Familiengrufte und daruaf ein Kloster bauen. Das Klosterleben hat im 16. Jahrhundert aufgehört, weil das Kloster während der Türkenzeit zur Grenzburg umgestaltet wurde. Sie wurde niemals eingenommen.
Aus der Zeit der Kuruzen sind keine ausführlichen Beschreibungen über den Ort und den Grundriss der Burg geblieben. Nur die Promenade zwischen dem Echohügel und der Kirche trägt den Namen des ehemaligen Kommandanten, István Pisky. Seit dem Jahre 1719 gehören das Kloster und die Abteigüter zur Erzarbeit Pannonhalma. Der Bau des noch heute stehenden Gebäudekomplexes wurde im Jahre 1754 beendet.
Von der Pisky-Promenade kann amn schönsten Hafen vom Balaton bewundern. Die Mole wurde von Kali Nagy Dezső geplant und zwischen 1909-1911 gebaut.
Pfahl-Berg
Der neben der ehemaligen mittelalterlichen Burg liegender Berg bekam so einen Namen: Die Burgsoldaten spiessten hier die Türken auf, die die ungarischen Mädchen raubten und die Bauern peinigten.
Galgen-Hügel
Im Jahre 1714 schenkte König Sigismund der Tihanyer Abttei das Recht über Leben und Tod und ermächtigte die Vertreter des Klosters zum Bau von Galgen und Kerker sowie zur Verurteilung und Todesvollstrekkung der auf dem Gebiet der Abtei ergriffenen Missetäter. Der Galgen wurde hier aufgestellt. Mit dem Galgenhügel ist eine nur in Tihany angewandte Fischfangsmethode eng verbunden: „Der gesehene Fisch”. Von diesem Platz aus beobachtete der „Bergsteiger” den Alsenzug. Er gab dann Zeichen den anderen Fischern, die im Boot warteten.
Kirchenruine von Ujlak
An der südlichen Spitze der Halbinsel liegt die Kirchenruine von Ujlak, die die Erinnerung des ehemaligen Fährdorfes bewahrt. Die ruine verdient eine Besichtigung, da das Kreuzrippengewölbe des Sanktuariums noch verhältnismässig gut wahrnehmbar ist.
Kirchenruine von Apáti
Aus den 3 ehemaligen Dörfern aus der Arpadenzeit sind zwei, Ujlak und Apáti in den Türkenzeiten vernichtet worden. Ihre Plätze und Andenken bewahren Kirchenruinen. Die Kirchenruine der Gemeinde Apáti befindet sich bei dem nördlichen Eingang der Halbinsel. Sie wurde im 12.-13.. Jahrhundert gebuat. Im erneuerten Zustand ist sie zu besichtigen.
Reformierte Kirche, Glockenstuhl
Die Reformierte Kirche wurde im Jahre 1793 gebaut. Sie ist ein einfaches Gebäude mit rechteckigem Grundriss. Westlich erhebt sich der auf vier Pfeilern stehende, mit Schindeln bedeckte Glockenstuhl.
Einstiger Abteiweinkeller, Kelterhaus
Schon die Römer haben in Balatoner Oberland Wein angebuat. Tihany war in der Zeit der Gründung des Klosters ein bedeutender Weinanbauplatz und es ist bis heute so geblieben. Für die Bearbeitung und Lagerung des Weines von den Gütern der Abtei wurden im Jahre 1822 am Nordufer des Inneren Sees, ein mit doppelkreuzförmigem Grundriss und Daubengewölbe ausgestalter Keller und das im klassizischtem Stil geformte Kelterhaus gebaut. Im Keller wird auch heute noch hervorragender Tihanyer Wein gelagert.
Einstiger Getreidespeicher der Abtei
Der im 19. Jahrhundert gebaute Getreidespeicher (Granarium) ist einer der grössten Gebäude des Dorfes. Das zweistöckige Gebäude hat einen groben Putz, nach dem örtlichen Gebrauch ist es mit glatten weissen Streifen und Fensterrahmen aufgeteilt. Das Gebäude dient heute als Kulturhaus.
Einstiges Arzthaus der Abtei
Das heutige Gebäude der Post war früher das Wohnhaus des Artztes der Abtei. Es wurde im 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil gebaut. Es ist ein schlichtes, erdgeschossiges Gebäude, und wird von 1-1-1 Fensterachsen geschmückt. Die drei mittleren Fenster werden durch eine leichte Risolit hervorgehoben, und diese durch 4 breite Mauerpfeiler betont.
Die einstig Abtei Meierei
Seit dem 18. Jahrhundert wurde auf den Gütern der Abtei selbstversorgende Wirtschaft geführt. Im Jahre 1830 wurden die zeitgenössischen Meiereigebäude erbaut. Sie stehen am Ufer des Inneren Sees in Richtung des Dorfes. Man kann auch heute noch die ursprüngliche Schafhürde und die auf 11 Pfeilern stehende Heuscheune sehen.
Balatoner Limnoligisches Forschungsinstitut
Aus dem Zweck der bilogischen Erforschung vom Balaton wurde das Institut im Jahre 1927 ins Leben gerufen. Nach dem Plänen von Kotsis István wurde das aus 5 Pavilons bestehende Gebäudekomplex erbaut.